Hunting Simulator 3 im Test: Lohnt sich die Jagd?
Hunting Simulator 3 im Test: Wildtiere, Waffen, Hunde, Änderungen zum Start und erste Stolpersteine. Erfahre, worauf es vor dem Aufbruch in die Wildnis ankommt.
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Lohnt sich der Kauf von Hunting Simulator 3?
Ein Kaninchen, das in seinem Bau verschwindet, gibt dir einen guten Grund, vor dem Schuss erst einmal genau hinzusehen. Im Mittelpunkt dieses Tests von Hunting Simulator 3 steht die Abwägung zwischen reizvollen Wildtieren und detailreichen Jagdgebieten einerseits und einem Einstieg, der Geduld verlangt, andererseits. Ob sich der Kauf für dich lohnt, hängt davon ab, wie viel Spaß dir Spurensuche, Ausrüstungsvorbereitung und Tierbeobachtung zwischen den Schüssen machen.
Das von Nacon Studio Ghent entwickelte Spiel erschien am 29. Oktober 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Colorado und Texas bilden die beiden Jagdregionen mit jeweils etwa 100 km² Gelände. Insgesamt gibt es 37 Tierarten.
Die ersten Stunden in Colorado haben klare Stärken: schöne Landschaften, nützliche Jagdhunde, eine detaillierte Begutachtung der erlegten Tiere sowie Tiere mit individuellem Alter und genetischem Potenzial. Für Frust sorgen vor allem langsame Tutorialabschnitte, leicht übersehbare Ausrüstungsoptionen und Wege, die einen beträchtlichen Teil der Jagd ausmachen können.
Diese ersten Eindrücke gehören allerdings zur jeweiligen Spielversion. Das Update zum Start änderte die Einführung, die Tiererkennung, das Fahrzeugverhalten, die Geweihe und mehrere Elemente der Benutzeroberfläche. Einschränkungen und Schwächen der Demo lassen sich deshalb nicht pauschal auf die veröffentlichte Fassung übertragen.
Der Mehrspielermodus wird später ergänzt und ist zum Start noch nicht enthalten. Mit dem ersten geplanten Mehrspielerupdate können Freunde die Reviere der anderen besuchen, einschließlich Regionen, die der besuchende Spieler nicht besitzt. Crossplay wird bei diesem ersten Update noch nicht dabei sein.
Die Wildtiere geben der offenen Welt ihren Sinn
Das SimFauna-System verleiht der Trophäenjagd eine langfristige Perspektive. Tiere wachsen, altern und entwickeln sich, wobei ihre Genetik das Trophäenpotenzial beeinflusst. Dadurch wird das genaue Bestimmen eines Tieres zu einem Teil der Jagd, statt bloß eine Formalität vor dem Schuss zu sein.
Wildtiere in Hunting Simulator 3
Beim Untersuchen erfährst du Einzelheiten wie Alter, Geschlecht und genetisches Potenzial. Der Lebenszyklus setzt dem Warten zugleich eine Grenze: Tiere sterben irgendwann eines natürlichen Todes, und ihr höchstes Trophäenpotenzial erreichen sie in ihrer letzten Lebensphase.
Prüfe Alter und genetisches Potenzial, bevor du dich für ein Trophäentier entscheidest. Bei einem jungen und einem ausgewachsenen Tier können jeweils andere Gründe dafür sprechen, einen Schuss abzugeben oder darauf zu verzichten.
Bei der Spurensuche zahlt sich der Blick auf Gewohnheiten aus
Fährten, Losung und Bedürfniszonen helfen dir, die Bewegungen der Tiere nachzuvollziehen. Ruheplätze und Kaninchenbauten bieten konkrete Anlaufstellen für die Suche, während Sichtbarkeit, Geräusche und Geruch deine Annäherung beeinflussen.
Halte an einer Fährte die Untersuchungstaste gedrückt, um einem bestimmten Tier zu folgen. Nutze diese Funktion, wenn sich mehrere Spuren überschneiden, statt ständig zwischen benachbarten Hinweisen zu wechseln.
Raubtiere sorgen für eine weitere Herausforderung. Pumas können den Jäger verfolgen und angreifen, und die Interaktionen zwischen Räubern und Beutetieren gehören zum Ökosystem. Solche Begegnungen verleihen der Erkundung zusätzliche Spannung, die über die Frage hinausgeht, ob ein Hirsch deine Schritte hört.
Das Gelände beeinflusst auch die Bergung
Colorados Landschaft hat ganz praktische Auswirkungen. Nach einem Schuss über einen Fluss musst du womöglich erst einen Übergang suchen, während steile Hänge einen längeren Weg zum erlegten Tier erzwingen können. Tiefes Wasser und Stürze können dazu führen, dass der Jäger ohnmächtig wird.
Prüfe vor einem Schuss über schwieriges Gelände, wie du das Tier bergen kannst. Markiere seinen Standort, bevor du losgehst, besonders wenn ein Fluss oder ein Bergrücken dir zwischendurch die Sicht versperrt.
Fahrzeuge helfen beim Überwinden größerer Entfernungen, und entdeckte Aussichtstürme dienen als Schnellreiseziele. Zu Fuß unterwegs zu sein hat weiterhin seinen Nutzen, doch wer die Garage der Jagdhütte übersieht, verlängert die ersten Erkundungstouren unnötig.
Die Waffen sind detailliert, doch deine Ausrüstung entscheidet
Das Arsenal umfasst Büchsen, Flinten, Bögen und Armbrüste mit lizenzierten Herstellern wie Winchester, Browning, Beretta und Remington. Neben den bekannten Namen bietet die Waffenkonfiguration praktische Entscheidungen zu Kalibern, Optiken und Zubehör.
Waffen und Ausrüstung in Hunting Simulator 3
Mit dem Kauf einer Waffe schaltest du sämtliche Kaliber frei, die sie unterstützt. Zwischen diesen Kalibern wechselst du an der Waffenwerkbank. Gekaufte Zielfernrohre und andere Anbauteile lassen sich ebenfalls an kompatiblen Waffen verwenden, ohne für jede Schusswaffe ein weiteres Exemplar kaufen zu müssen.
Dadurch bleiben Anschaffungen auch mit einer wachsenden Sammlung nützlich. Entscheidend ist die Vorbereitung: Deine mitgeführte Ausrüstung bestimmt, welche Jagdgelegenheiten du sinnvoll nutzen kannst.
Ein Rucksack schaltet den zweiten Waffenplatz frei. Sieh dir diese Aufrüstung früh an, wenn du mit nur einer Waffe ständig für Kaninchen ausgerüstet bist, sobald du Hirsche entdeckst, oder für Hirsche, sobald Vögel auftauchen.
Entfernungsmessung löst ein echtes Zielproblem
Einfache Ferngläser und Ferngläser mit Entfernungsmesser erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die bloße Bestimmung eines Tieres liefert dir noch nicht die Entfernung, die du zum korrekten Einstellen der Einschießentfernung brauchst.
Rüste das Fernglas mit Entfernungsmesser nach dem Kauf aus und entferne das einfache Modell, wenn du immer wieder die falsche Optik auswählst. Eine Aufrüstung bringt dir nichts, solange du weiterhin die alte Ausrüstung verwendest.
Der Schießstand bietet bewegliche Ziele und Einstellungen für die Einschießentfernung von Büchsen bis zu 1.000 Metern. Lerne dort die Steuerung und die Anpassung der Visierung, bevor du im Revier auf große Entfernung schießt; die verfügbare Einschießentfernung garantiert noch keinen einfachen Treffer.
Die Begutachtung erlegter Tiere macht die Trefferlage nachvollziehbar
Die Auswertung nach dem Erlegen enthält eine anatomische Ansicht und eine Wiederholung des Schusses. Du kannst den Geschossverlauf prüfen, die Ansicht drehen und Einzelheiten wie Kaliber und Schussentfernung untersuchen.
Dieses Feedback erklärt dir, warum du ein lebenswichtiges Organ verfehlt hast oder ein ungünstiger Winkel zum Problem wurde. Prüfe nach einem misslungenen Abschuss den Geschossverlauf, statt das Ergebnis nur danach zu beurteilen, wie schnell das Tier zu Boden ging.
Auch die passende Munition wirkt sich auf die Belohnung aus. In der Colorado-Version vor der Veröffentlichung brachte ein mit ungeeignetem Kaliber erlegter Bär gerade einmal 1 $. Prüfe vor dem Schuss die Kaliberanforderung des Tieres, statt davon auszugehen, dass jeder Abschuss die übliche Vergütung einbringt.
Jagdhunde und Jagdhütte bereichern jeden Ausflug
Hunde erfüllen praktische Aufgaben: Sie finden Hinweise, folgen Fährten und apportieren Niederwild. Befehle erteilst du über ein Auswahlrad. Mit einem Begleiter lernst du also auch, wann er suchen, bleiben, zurückkehren oder apportieren soll.
Jagdhunde in Hunting Simulator 3
Bei der Jagd auf Wasservögel haben diese Befehle einen klaren Zweck. Rufe den Hund zurück und lass ihn bleiben, während du dich im Tarnstand einrichtest. Nach dem Schuss schickst du ihn zum Apportieren los. So wird dein Begleiter zu einem aktiven Teil der Jagd.
Das Update zum Start ergänzte American Foxhound und Coonhound sowie GPS-Ortung und Halsbänder für Hunde. Außerdem überarbeitete es das Verhalten beim Verfolgen und Verbellen, wobei das Bellen nun auch aus größerer Entfernung hörbar ist.
Zurück in der Jagdhütte machen Tierpräparate aus erfolgreichen Jagden eine Sammlung. Kleidung, Raumgestaltung, Waffenausstellungen und Ausrüstungsverwaltung machen das Gebäude zu einer funktionalen Basis zwischen den Ausflügen.
Die beiden Währungen erfüllen unterschiedliche Aufgaben:
- Credits bezahlen Waffen, Ausrüstung und andere Anschaffungen und werden regionsübergreifend genutzt.
- Field Points erhältst du durch Aufgaben im Field Journal der jeweiligen Region. Damit bezahlst du die optische Gestaltung der dortigen Jagdhütte.
Keine der beiden Währungen lässt sich mit echtem Geld kaufen. Sämtliche kaufbare Spielausrüstung kannst du dir durch Spielen verdienen.
Der Fotomodus bietet einen weiteren Grund, stehen zu bleiben und die Umgebung zu betrachten. Erlegte Tiere lassen sich zum Start allerdings noch nicht für Fotos in Pose bringen.
Was das Update zum Start geändert hat
Das Update vom 29. Oktober ist wichtig, wenn du Kritik an der Demo und den Vorabversionen einordnest. Mehrere Kritikpunkte betrafen Systeme, die zur Veröffentlichung verändert wurden.
Geweihe und Tierverhalten
Wapitis, Weißwedelhirsche, Maultierhirsche und Gabelböcke erhielten neue Geweihe. Frühere Kritik an zu ähnlichen Geweihen bezieht sich deshalb auf ältere Modelle, während die Hörner unverändert blieben.
Die Wahrnehmungs- und Erkennungssysteme der Tiere wurden überarbeitet, ebenso die Wiederauffüllung der Herden und die Verteilung von Legendary-Tieren. Diese Änderungen beeinflussen sowohl die Annäherung an Wildtiere als auch die Population, der du im Laufe der Zeit begegnest.
Tutorials, Tiermarkierung und Fahrverhalten
Die Einführung und der Missionsablauf wurden verbessert, die Schwierigkeitsvoreinstellungen neu ausbalanciert. Die Töne der Oberfläche zur Tiermarkierung wurden überarbeitet, und eine Einstellung zum Abschalten der Hervorhebungen kam hinzu.
Damit wurden Bereiche angegangen, die den Einstieg umständlich machten. Ein verändertes Tutorial ist jedoch nicht automatisch ein schnelles. Zu Beginn musst du dich weiterhin mit Ausrüstungsmenüs, Lizenzen, Spurensuche und Begleiterbefehlen vertraut machen, bevor diese Systeme leicht von der Hand gehen.
Fahrzeugsteuerung, Bodenhaftung und Fahrphysik wurden ebenfalls angepasst. Das nervöse Fahrverhalten der Demo gehört zu dieser früheren Version.
Technische Korrekturen
Das Veröffentlichungsupdate behob Abstürze, Speicherlecks, Umgebungsfehler, rutschende Tierfüße, unberechenbare Ragdoll-Bewegungen und Kollisionsprobleme. Auch das Zielen mit dem Bogen und die Waffendarstellung wurden überarbeitet.
Das sind umfangreiche Änderungen gegenüber der Demo. Die Leistung musst du weiterhin anhand deiner Hardware beurteilen; eine einzelne hohe Bildrate ohne die dazugehörige PC-Konfiguration ist keine brauchbare Kaufgrundlage.
Diese Anfängerfehler kannst du vermeiden
Mehrere Stolpersteine zu Beginn entstehen dadurch, dass du Ausrüstung übersiehst oder zu breit einkaufst, bevor du dich für bestimmte Jagdziele entschieden hast.
- Prüfe vor dem Einkauf die Ausrüstungswerkbank. Zu Beginn der Vorabversion gab es ein Fernglas und eine kostenlose Flinte, die leicht zu übersehen waren.
- Sieh dir Rucksäcke an, bevor du deine Waffensammlung erweiterst. Der zweite Waffenplatz lässt dich zwei Waffen mitnehmen, statt immer wieder zurückzukehren, um deine einzige ausgerüstete Waffe auszutauschen.
- Kaufe Lizenzen für die Tiere, die du tatsächlich jagen möchtest. Wer im Einstieg der Vorabversion fast jede verfügbare Lizenz kaufte, verbrauchte damit nahezu das gesamte Startbudget.
- Stimme deine Munition auf das Ziel ab. Ein erfolgreicher Treffer und ein angemessen vergüteter Abschuss sind zwei verschiedene Dinge.
- Nutze Optiken mit Entfernungsmesser für präzise Schüsse. Stelle die Einschießentfernung anhand der gemessenen Distanz ein, statt sie aus der Größe des Tieres zu schätzen.
- Untersuche Bedürfniszonen und folge einer bestimmten Fährte. Grenze deine Suche mit den Werkzeugen zur Spurensuche ein.
- Finde vor einer längeren Tour die Garage. Nimm das Fahrzeug, wenn du zunächst weit entferntes Gelände erreichen möchtest.
- Plane vor dem Schuss den Rückweg. Verhindere, dass aus einer einfachen Bergung die Suche nach einem Flussübergang wird.
Die Schwierigkeitsstufen Scout, Ranger und Forest Warden lassen dir Spielraum, das Erlebnis anzupassen. Scout bietet eine Zielvisualisierung. Für eine Jagd mit weniger Hilfen kannst du Tierumrisse und Hervorhebungen in den Einstellungen abschalten.
PC-Anforderungen und Erwartungen an die Grafik
Die Landschaften und Tiermodelle gehören zu den wichtigsten Stärken, doch die Grafikeinstellungen können die Darstellung deutlich beeinflussen. In der PC-Vorabversion verbesserte der Wechsel zu Nvidia DLSS bei einer Konfiguration die Bildqualität. Teste es auf kompatibler Hardware, statt bei jedem System dasselbe Ergebnis zu erwarten.
Die PC-Anforderungen sind:
| Komponente | Minimum | Empfohlen |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 11, 64-Bit | Windows 11, 64-Bit |
| Prozessor | Intel Core i5-9400F oder AMD Ryzen 5 3600 | Intel Core i5-14600K, 3,5 GHz oder AMD Ryzen 9 7900X, 4,7 GHz |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | Radeon RX 5600 XT, 6 GB oder GeForce RTX 2060, 6 GB | GeForce RTX 4060, 8 GB oder Radeon RX 6800 XT, 16 GB |
| DirectX | Version 12 | Version 12 |
| Speicherplatz | 25 GB verfügbarer Speicherplatz | 25 GB verfügbarer Speicherplatz |
Vollständige Controller-Unterstützung und ein einstellbarer Schwierigkeitsgrad geben dir Flexibilität beim Spielen. Vergleiche auf dem PC deine Hardware mit den Anforderungen auf der Steam-Seite von Hunting Simulator 3, bevor du Grafikeinstellungen auswählst oder das Spiel kaufst.
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